die pferdeausbildung

"Problempferde werden nicht als solche geboren,
sie werden zu welchen gemacht!"
 

Die Pferdeausbildung  in meinem Sinne:
artgerecht

  • mit Geduld
  • mit Respekt
  • mit Vertrauen

 

Die ersten Schritte:

Aufmerksamkeit erregen:
Junge rohe Pferde lerne ich gerne erst beim Freilaufen kennen.
Dabei mache ich mich bemerkbar (durch Wegschicken, Richtungswechsel bestimmen) und sie werden neugierig.

Interesse wecken:
Es dauert nicht lange und das Pferd sucht ersten Kontakt.

Kontrolle und Respekt verschaffen:
Durch das Freilaufen erlange ich erste Kontrolle durch Richtungsvorgaben und Tempowechsel, das Pferd spürt meine Bestimmtheit und respektiert mich, was für alle weiteren Schritte Voraussetzung ist...

 

...auch für die folgenden Führübungen!

 

 

Vertrauen aufbauen:

Das Pferd respektiert mich als Leittier, baut Vertrauen auf.

 

 

 

Korrektes Führen und Führen auf Distanz:
Es lernt durch Führübungen erste Signale über den Kappzaum, die Peitsche und meine Stimme kennen.

 

 

Gewöhnung an Ausrüstung:

Die Reitausrüstung (Trense, Longiergurt, Sattel) kommt Stück für Stück beim Freilaufen und Longieren zur Gewöhnung hinzu.

 

Longieren am Kappzaum:
Ich longiere (nicht nur!) junge Pferde grundsätzlich mit einem gutsitzenden Leder-Kappzaum. Das Pferdemaul ist sehr sensibel und soll es auch bleiben.
Schon an der Longe wird die Dehnungshaltung (möglichst ohne Hilfszügel) erarbeitet.

Longieren mit Ausbindern:
Das Longieren mit klassischen Ausbindern ist kein Muss, aber ich setze sie gerne ein, um es dem Pferd zu ermöglichen eine konstante Anlehnung zu suchen. Es lernt an das Gebiss heranzutreten.

Handarbeit / Erstes Übertreten:
Zu den Führübungen gehören für mich auch schon die ersten Seitwärtsbewegungen, wie das Übertreten. Das Pferd lernt mit dem inneren Hinterbein unter den Schwerpunkt zu treten und Gewicht aufzunehmen.
Später (!) lernt das Pferd auch an der Hand alle weiteren Seitengänge.

Doppellonge:
Auch eine Möglichkeit das Pferd zu longieren und ihm das Herantreten ans Gebiss zu zeigen. (Nur für Könner!)

Erstes Aufsitzen:
Durch Drüberlegen lernt das Pferd das Gewicht des Reiters kennen.
Ich sitze die ersten Male immer gerne ohne Sattel auf, evtl. mit Satteldecke und Longier- oder Voltigiergurt und lasse mich dann die ersten Schritte führen. (Wichtig: Immer mit mind. einer Hilfsperson und Kappe)

Reiten an der Longe:
(Zur Sicherheit benutze ich gerne Halsriemen zum Festhalten in schreckhaften Situationen)
Bei Führübungen mit der Hilfsperson spürt das Pferd anfangs nur mein Gewicht und ich sitze nur als passiver Passagier oben. Die nächsten Tage werde ich etwas aktiver (übernehme erste Signale mit Stimme, Gewicht, Zügel und Schenkel - die Führperson tritt so etwas in den Hintergrund).
Das Reiten an der Longe stellt so meistens kein Problem mehr da.

 

Reiten ohne Longe:
Anfangs reite ich immer vierzügelig mit Kappzaum und Trensenzügel.
Hat das Pferd den Reiter an der Longe aktiv kennengelernt, ist das Reiten ohne Longe genauso problemlos. Lenkung und Tempokontrolle werden von Mal zu Mal besser. Die Zügel werden nur soweit aufgenommen, wie der natürliche Rahmen des Pferdes es vorgibt.

Erarbeiten der Dehnungshaltung:
Geht das Pferd im Schritt und Trab zwanglos ganze Bahn, sucht es von alleine die erste Anlehnung und tritt ans Gebiss.
Der Weg in die Dehnungshaltung ist dann nicht mehr weit.


 

Später:

 

Mehr zu Cocos Ausbildung: *klick*
(Um von vorne zu lesen, bitte erst nach hinten durchbättern!)

Mehr zu Waleskas Ausbildung: *klick*

www.vanessa-lindemann.de